Hochzeitsplanung

Du bist verlobt und voller Freude bald zu heiraten. Jetzt stehst du mit deinem Partner vor der Aufgabe der Hochzeitsplanung?

Und nun?

Da nicht jeder berufsbedingt Erfahrungen darin hat, eine Veranstaltung zu planen, ist die Organisation einer Hochzeit für die meisten zukünftigen Brautpaare die erste Herausforderung dieser Art. Eine Heirat plant man meist nur ein Mal und es gibt keinen Probelauf. So viele Paare, die ich kenne, bereuen das eine oder andere bei ihrer Hochzeit nicht oder anders getan zu haben. Die Unzufriedenheit entsteht meist aus Informationsmangel oder Sparsamkeit.

Doch wo anfangen?

  1.  Inspiration – Was mögt ihr? Was passt zu euch? schaut doch mal bei Pinterest
  2.  Informationssuche – Hochzeitsplaner/in, Hochzeitsblogs, Messen, Zeitschriften
  3.  Planung – Zeitplan, Budget, Style-Konzept inkl. Papeterie
  4.  Locations (passend zu Style-Konzept) und Dienstleister anfragen, evtl. Save-the-Date-Karte versenden
  5.  Kleideranprobe, Anzuganprobe, Ringe aussuchen, Probe-MakeUp und-Frisur, bei Caterer und Konditorei Probe essen, Dekorationselemente beschaffen (DIY?), Blumen bestellen, Papeterie erstellen, Trauzeugen oder Best Girls/Best Men einbeziehen
  6. Umsetzung: DAS HOCHZEITSFEST, Ablaufsteuerung, Moderation, Logistik & Koordination

Diese Aufzählung soll nur eine grobe Orientierung für die anfallenden Aufgaben geben. Je nach Anzahl der Gäste, Ansprüche des Brautpaares, Höhe des Budgets und dem Einbeziehen von Helfern variiert der Arbeitsaufwand im Vorfeld der Hochzeit sehr.

Tipp 1:

GUTE Dienstleister nach Tipps fragen. z. B. kennen Fotografen oft die schönsten Locations und haben auf vielen Hochzeiten mit gegessen.

Tipp 2:

Eine Hochzeit neben Beruf, Kindern, Hobby etc. zu organisieren und vor allem am Hochzeitstag das Geschehen zu koordinieren kann schnell von einer Herausforderung in Überforderung umkippen.

Um die Vorfreude und den großen Tag genießen zu können, ist es absolut zu empfehlen, eine/n Hochzeitsplaner/in ins Boot zu holen. Selbst das Hauptgegenargument, dass das nicht ins Budget passt, greift bei einem Profi nicht: Mit einem guten Hochzeitsplaner spart ihr nicht nur Zeit und Nerven, sondern holt auch das Beste aus eurem Budget heraus. Der Hochzeitsplaner hat Kontakte und Kooperationen, die euch zu Gute kommen. Dazu gehören Dienstleister, die Hand in Hand zusammenarbeiten sollen, was meist ein wenig Koordination erfordert. Wichtig ist auch, dass es jemanden gibt, der das Style-Konzept im Kopf hat und darauf achtet, dass der rote Faden verfolgt wird.

Tipp 3: Nehmt euch Zeit zum Planen

Eure Ehe soll möglichst lange halten also warum die Heirat überstürzen? Klar, manchmal gibt es Gründe… Ansonsten denkt über Folgendes nach: Die Standesämter legen meist erst ein halbes Jahr (6 Monate!) im Voraus einen Termin für die Trauung fest. Wenn ihr diesen Termin als Ausgangspunkt eurer Hochzeitsplanung nehmt, sind in der Hauptheiratssaison (von Mai bis August) die schönsten Locations, die guten Fotografen etc. schon ausgebucht.

Ein Lösungsvorschlag für dieses Dilemma ist: koppelt einfach eure Hochzeitsfeier, die kirchliche Trauung oder die freie Trauung von dem standesamtlichen Termin ab. Gründe, die dafür sprechen sind:

  • So habt ihr zwei Anlässe, euch chic zu machen und ein Kleid zu besorgen : )
  • Beide Male kann gefeiert werden, mal größer mal kleiner.
  • Beide Termine an einem Tag sind für euch und eure Gäste stressig, vor allem mit Locationwechsel, Kleidwechsel…
  • Zeitliche Unabhängigkeit bei der Terminfindung

Ich empfehle mindestens ein Jahr Planungszeit, damit das Paar sich in Ruhe in das Hochzeitsthema hineinfinden und für sich herausfinden kann, was gewünscht ist. Bei solch einem Projekt greifen die Dinge ineinander. Es ist ein Prozess, der sich entwickelt und mit etwas Zeit besser gelingt. Auch die Vorfreude ist so Teil des Heiratsrituals und kann zelebriert werden. Selbst das Paar lernt sich in während der Hochzeitsplanung von einer neuen Seite kennen.

Damit habt ihr auch Zeit zum Sparen

Mit mindestens einem Jahr Planungszeit hab ihr die Chance, Sonderangebote zu nutzen. Aber auch das Budget anzusparen, denn da herrschen oft falsche Vorstellungen. Gute Dienstleister, Locations, Kleidung und alles drum herum kostet seinen Preis. Ihr solltet überlegen, was euch die einzelnen Posten wert sind und gegebenenfalls im Budget flexibel sein. Klar, ist es nur ein Tag, nur eine Feier aber überlegt bitte bei eurer Priorisierung: das Kleid tragt ihr wahrscheinlich nur an diesem Tag, das Makeup und die Frisur halten nur diesen einen Tag, das Essen und die Getränke sind aufgegessen und ausgetrunken. Was euch bleibt sind die Erinnerungen. Damit die Erinnerungen an eure Hochzeit schön sind, solltet ihr natürlich mit dem Kleid, der Frisur, dem MakeUp, Speisen und Getränke, dem Service etc. zufrieden sein. Hört euch dafür um, holt euch Tipps von Hochzeitsdienstleistern (Planer, Fotograf etc.), esst Probe, lasst euch Probe-Schminken und Frisieren. Nehmt euch die Zeit.

Da auch die Erinnerungen im Alltag verblassen, ist es wundervoll im Nachhinein die Hochzeitsfotos anzuschauen. Mit den Fotos einer Hochzeitsreportage (dazu gehören viel mehr Fotos, als auf so einem Blog gezeigt werden) könnt ihr den ganzen Tag noch einmal nacherleben. Beim Anschauen der Fotos erinnert ihr euch plötzlich wieder an die Geräusche, Gefühle und Gerüche dieses Tages. Ein Video geht noch darüber hinaus. Das ist das, was bleibt. Gute Fotos und Videoaufnahmen sind nur für euch.

Liebste Grüße